
Interview mit den Entwicklern von masterball
Bevor wir mit den tiefen Themen zu masterball und den Hintergründen der Plattform anfangen, lasst uns bei Personen selbst beginnen.
Wer seid ihr eigentlich und was sind eure Aufgaben bei masterball?
Lucas: Mein Name ist Lucas und ich bin der UI/UX Designer und Frontend-Entwickler hinter masterball. Ich bereite die Designs für die Entwicklung vor und überlege mir die meisten grundsätzlichen UI-Elemente (User Interface) und das UX (User Experience). Dazu gehört also sowohl die visuelle Ausgestaltung von den einzelnen Bestandteilen der Plattform, als auch die zugrunde liegende Nutzerführung. Viele der visuellen Elemente auf der Plattform setze ich als Frontend-Entwickler dabei auch aktiv um und stelle sicher, dass sie für alle möglichen Geräte richtig funktionieren und aussehen. Auch das Branding von masterball liegt in meiner Verantwortung.
In meiner Rolle entwickle ich auch die groben Konzepte und finalen Entschlüsse der Trainer-Personalisierung und Erfolge, wie auch die Details der Progression (Trainer-Level-Skalierung und XP für Karten) und vieles mehr, was mit der UX zutun hat. Zudem befülle ich die HQ Website mit Inhalten, bereite Marketing-Material auf und schreibe unteranderem für unseren Blog. Zusammengefasst also: Jede Menge unterschiedlicher Dinge!
Sebastian: Ich bin Sebastian und meine Aufgaben bei masterball sind sehr vielfältig. Primär kümmere ich um die technische Architektur der Applikation. Das umfasst die Backend-Entwicklung, ich definiere also was die Anwendung kann und wie sie mit verschiedenen Szenarien umgehen soll. Darüber hinaus verantworte ich unsere Infrastruktur, sorge also dafür, dass unsere Anwendungen und Applikationen (hoffentlich) immer zu erreichen sind und funktionieren.
Gemeinsam mit Lucas pfeile ich auch an neuen Ideen und Konzepten, wie wir masterball immer etwas besser machen können.
Wie kam es zu der Idee, masterball zu entwickeln?
Sebastian: Das war eine sehr lustige Situation. Lucas und ich sind vor ein paar Jahren wieder in das Pokémon TCG Hobby eingestiegen. Böse Zungen behaupten, ich hätte Lucas wieder mit meiner Pokémon Euphorie angesteckt. Als wir wieder mit dem Sammeln angefangen haben, ich glaube es war mit dem beliebten Karmesin und Purpur 151 Set, haben wir nach Möglichkeiten gesucht, unsere Sammlung zu digitalisieren. Wenn wir beispielsweise unterwegs waren, wollten wir auch digital wissen, welche Karten wir eigentlich in unserer Sammlung haben und welche uns noch zu einem Master oder gar Grandmaster Set fehlten. Wir hielten natürlich auch Ausschau nach Lösungen und Apps, aber gepasst hat für uns nie wirklich eine. Also hab ich eines Tages im Büro zu Lucas gesagt, "Warum machen wir das eigentlich nicht selbst?". Lucas rief rüber: "Ja, gute Frage. Dann lass uns das doch selbst machen". Ich denke, das war dann wohl der Startschuss für das, was sich letztlich zu masterball entwickelt hat.
Hattet ihr bestimmte Inspirationen, die euch dazu bewegt haben oder die euch als Leitfaden diente?
Lucas: Es gab verschiedene Services, die wir als Pokémon-Fans selbst genutzt haben, die uns aber ab einem bestimmten Zeitpunkt, mit der ganz gerecht hatten. Diese Services dienten natürlich auch als Grund-Idee und Inspiration, wo wir dann noch unsere eigenen Idee drübergelegt, und somit unser Konzept ausgearbeitet haben. Uns war wichtig, dass wir uns nicht einfach nur eine schöne Designsprache aussuchen und damit fahren, sondern dass wir uns selbst etwas aufbauen und uns so eine ganz eigene Identität ermöglichen.
Visuell gibt es vergleichsweise wenige Inspirationen, jedoch finden wir besonders die minimalistischen Seiten spannend und haben uns schnell in einem solchen Design wiedergefunden. Angefangen bei dem Framework "Untitled UI", das für mich ein grundsätzlich guten Einstieg darstelle, und dessen Icons wir zum Teil auch nutzen, ist masterball, wie unschwer zu sehen ist, auch nur im Dark-Mode vorhanden — das stand für mich besonders schnell fest. Darüber hinaus sind wir immer wieder auf der Suche nach neuen Inspirationen, sei es durch Technologie-Websites, einzelne Arbeiten von Developern, oder auf Social Media.
Wenn ihr masterball mit anderen Websites vergleicht, was hebt euch ab?
Sebastian: Wenn man sich die meisten Dienste ansieht, dann merkt man schnell, ein richtiges Vernetzen mit anderen Pokémon Interessierten ist schlichtweg nicht möglich. Meistens geht es nur um die eigene Sammlung oder das eigene Deck. Aber das was früher die Zeit als kleiner Junge ja so spannend gemacht hat, war das Tauschen und Vergleichen. Darüber hinaus haben wir ein wirklich ausgeklügeltes Gamification-System was mich zusätzlich für gute Pulls etc. belohnt. Ich sammle also Erfahrungspunkte wenn ich Karten in meiner Sammlung hinzufüge, erhalte Badges, Embleme, Titel und Rahmen, wenn ich eine Gruppe von verschiedenen Karten sammle. So kann ich mich als wahrer Pokémon-Trainer noch besser auf masterball repräsentieren und andere Trainer auf mich aufmerksam machen. Eine Sache noch, die ich hier erwähnen möchte: Wir möchten masterball möglichst eng mit der Community weiterentwickeln. Also wenn ihr die Plattform aktiv mitgestalten möchtet, dann tretet doch gerne unserem Discord-Server bei und unterstützt uns mit Feedback und Ideen.
Lucas: Ich persönliche empfinde die Community, die wir uns mit masterball aufbauen wollen, als den größten Mehrwert. Nicht nur über Social Media und Discord, sondern auf der Plattform; von Anfang an als integraler Teil mitgedacht. Es ist praktisch die fehlende Zutat, wenn man es mit einer einfachen Checklist für Pokémon-Karten vergleicht. Gleichzeitig ist sie so naheliegend, denn Pokémon soll verbinden. Das hat es früher auch als wir jung waren auch getan — wir haben gemeinsam Booster gekauft, getauscht, und unsere Sammlungen miteinander verglichen. Das online konsequent weiterzuführen, hielt ich für die größte Chance für uns mit masterball.
Auf welches Feature freut ihr euch am meisten?
Sebastian: Ich denke ich kann das gar nicht auf ein einzelnes Feature herunterbrechen. Wenn ich eines nennen müsste, würde ich am ehesten Decks nehmen. Aber am meisten freue ich mich auf den Zeitpunkt, wenn wir masterball richtig releasen können und für die erste Iteration "Feature-Complete" sind. Kurzer Disclaimer vorab, in der Entwicklung ist Software nie fertig und das ist auch das Schöne. Wir möchten auch nach dem Release weiter an Features arbeiten, um euch eine schöne Pokémon Erfahrung zu bieten.
Lucas: Neben der Community, die letztlich vermutlich eher ein Alleinstellungmerkmal als ein Feature ist, freue ich mich am meisten auf die Decks. Eigene Decks zu bauen macht mir besonders viel Spaß, denn ich lerne viele Karten und ihre Eigenschaften erst dann richtig kennen, wenn ich aktiv nach einer passenden Synergie für mein Deck suche. Dadurch sind mir auch schon viele Fähigkeiten, Attacken und Items, in Fleisch und Blut übergangen.
Gibt es Dinge, die euch besonders leicht oder besonders schwer gefallen sind?
Lucas: Das ist eine schwierige Frage: Ich glaube am leichtestes gefallen ist mir das Ausarbeiten der Karten-XP, die jede Karte bekommt, weil es so viel Spaß gemacht und schnell zu einem tollen Ergebnis geführt hat. Das ist auch ein Teil, auf den ich besonders stolz bin, obwohl er von außen betrachtet sehr simpel aussieht. Was mir am schwersten gefallen ist, ist das Trainer-Profil, da ich dort so viele Ideen cool finde und umsetzen wollen würde, es aber schlichtweg nicht 100% ins Konzept passt. Außerdem ist das der Bereich, der mit jedem neuen Feature zwangsläufig mitwachsen wird, und somit immer weiter verfeinert werden muss. Letztlich bin ich aber mit den finalen Ideen, die auch zum aktuellen Zeitpunkt lediglich als Design vorliegen, sehr zufrieden.
Sebastian: Ich denke besonders leicht sind mir die Entscheidungen im Bezug auf Infrastruktur und Architektur der Plattform gefallen. Was mich aber etwas herausgefordert hat, war das Gamification-System. So gut es jetzt auch funktioniert, umso mehr Herzblut ist dort hineingeflossen und Nerven hat es mich gekostet. Ich bin aber mehr als überzeugt, dass es sich gelohnt hat. Besonders stolz bin ich aber grundsätzlich auf die Flexibilität von masterball, nicht nur im Bezug auf das Gamification-System.
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Seit 1996 beschäftige ich mich mit Pokémon und dokumentiere ihre Gewohnheiten. Zudem schreibe ich für masterball.

Pokémon-Fan seit dem Anfang; nun gestalte ich praktisch alle Bereiche von masterball.

Schiggy's größter Fan und technischer Architekt von masterball.
